Gut Bürgerliche Abzocke mit Instandhaltungsrückstand
Wir waren im Ende Juli 2026 zu Dritt auf Angaga. Das war unser 7. Besuch auf den Malediven. Wir waren immer auf anderen Inseln unser 1. Besuch (Elaidhoo) liegt schon 30 Jahre zurück. Ich möchte das hier etwas strukturiert aufdröseln, damit man weiss was einen erwartet. Das ist bestenfalls ein 3-Sterne Resort... 1. WETTER leider viel schlechter als erwartet, aber dafür kann leider keiner etwas. Damit haben wir irgendwie gerechnet, naja, weniger Regen wäre besser gewesen. Wir waren viel Tauchen (siehe Report zur Tauchbasis) 2. HOTEL - Ambiete Der Zustand der gesamten Insel ist wirklich ärgerlich. Es ist ziemlich schmutzig und baulich in keinem guten Zustand. Überall müssten die schmutzigen Wände im Zimmer mal gestrichen werden, der Beton repartiert werden, die Schrauben erneuert oder festgezogen werden, die Bretter befestigt, die Treppe ins Meer mal gereinigt, saniert und/oder repariert werden. Die Geländer sind lose, Problem gibt es überall. Aber statt die Zeit zu nutzen, ignoriert man lieber die Probleme. Defekte Lampen hier, lose Schrauben da, keiner sieht einen Mangel, da müssen schon die Gäste was sagen. Barfussinsel beschreibt ja Naturbelassenheit, aber eben nicht Verwahrlost. Überall auf der Insel (außer bei den Wasser Bungalows) hört man den Generator brummen. Das Resort war nur zu ca. 25% ausgelastet, was dazu führte, dass das Personal auf Minimum lief. Wortkarg bis unfreundlich, „mir doch egal“ beschreibt den Zustand sicher am Besten. Im Hotel fanden Bauarbeiten statt. In der Bar wurde eine neue Terrasse gebaut, die Bauarbeiten dauerten stets bis 22.00 Uhr nachts, da wurde dauerhaft mit Kreissägen gearbeitet und Schlagbohrmaschinen, keine Chance in Ruhe etwas zu trinken. nicht das da irgendwer mal gesagt hätte, das es Ihm leid täte, oder so. Da blieb nur die Sundowner Bar…. Schon beim Check in ist alles sehr lieblos. Man steigt aus dem Flugzeug auf den Ponton Anleger von da ins Boot, am Steg steht jemand der die Koffer holt und mit dem Finger auf die Rezeption zeigt. "Ach so, da müssen wir hin." Auf dem Weg dahin hat er dann noch gesagt, dass hier die Bibliothek sein, da der Shop. Kleine Blumenkränze, Musik, oder eine Spur vom maledivischem Flair. Nüchtern und Funktionell beschreibt es ganz gut. In der Rezeption bekomme man dann einen "Welcome Drink", ganz lecker. Die Sandsäcke zum Schutz der Insel sind sehr unschön, aber vermutlich notwendig. Diverse Zimmer (Lost Places) sind verlassen und tw. vom Meer überflutet, dass sollte man einfach abreissen und entfernen, wir sich schließlich nicht bei "Lost". Die Lobby hätte man vor Jahren mal renovieren müssen, die Sofas sind komplett durchgesessen, alles ist irgendwie abgegriffen und schlicht. 3. ESSEN Wirklich gut und recht abwechselungsreich , das möchte ich hier betonen. Freunde der indischen Küche kommen voll auf Ihre Kosten. Alles war immer frisch, es gab mehrere Live Cooking Stations. Sehr leckere Chutneys, die Currys waren alle SUPERLECKER. Viele Desserts, viel Abwechslung. Auch Sonderwünsche waren nie ein Problem. Es gibt immer genug für alle. Die Köche sind immer gut drauf, gute Laune prägt schon den Morgen. Die Kellner haben weniger gute Laune, leider. 4. SERVICE Ist sehr wechselhaft. Die Zimmerreinigung ist oberflächlich gut, aber wirklich SAUBER ist es eben NICHT. Während eines Unwetters ist unsere Treppe ins Meer kaputt gegangen, diese wurde bei uns notdürftig repartiert, die 3 anderen losen Stufe wurde aber ignoriert. Die Treppe wird nie gereinigt und ist maximal glatt, bei Wellengang ist der Ausstieg eine Herausforderung. Der Kühlschrank im Zimmer (zum selber füllen) ist nah an ekelhaft. Am Geburtstag unseres Sohnes gab es eine leckere Torte zum Abendessen und den "Happy Birthday" Song über Lautsprecher, sowie eine kleine Tischdeko. Im Zimmer wurde dann Adends das Bett dekoriert.... Eigentlich macht man das zum regulären Zimmerservice, aber der Gedanke soll ja zählen. 5. ZIMMER Wir hatten eine Premium Water Bungalow, das Beste und Größte, was Angaga zu bieten hat. Von Luxus sind wir aber leider weit entfernt. Das war nicht mal Mittelmaß Die PREMIUM WATER BUNGALOW (wir hatten Zimmer 175) brillieren mit schlichter Einrichtung und wenig Eleganz. Premium ist da gar nichts. Das ist KEIN 4 Sterne Zimmer. Die Bambus Möbel haben Jugendherbergscharme. Alles mach einen billigen Eindruck, da steckt keine Liebe zum Detail drin. Im besten Zimmer der Insel gibt es weder einen Welcome Teller, keinen kleinen Gruß vom Management, keine Blume, kein Keks, nichts. Dass würde es in einem richtigen Hotel nicht geben. Man sollte doch meinen, dass bei so einer niedrigen Auslastung, man alles macht, um die paar Gäste bei Laune zu halten und einen guten Eindruck zu hinterlassen. Das Gegenteil war der leider der Fall. Im Zimmer hängen 2 Regenmäntel, auch wenn man zu Dritt ist. Wenn es regnet kann man nachfragen, dann bringen Sie einen Dritten Regenmantel, leider zerrissen, naja, er bringt einen Neuen, man muss nur warten. Es gibt tatsächlich noch mechanische Zimmerschlüssel, Retroromantik pur. 1 Schlüssel für uns 3, einen 2. Schlüssel haben Sie nicht. Der lustige Holzanhänger ist schön groß, so verliert man Ihn nicht (Zynismus aus) Die Terrassen der Zimmer sind recht klein, kaum Platz für 3 Personen, zum Strand kann man aber auch nicht, weil es da keine Liegen gibt. Leider ist das Wasser an den Wasservillen auch bei Ebbe mindestens 2 Meter tief, man kann also nur ein bisschen schwimmen, im Wasser „rumhängen“ geht nicht. Schnorcheln kann man dort ebenfalls nicht, Sandboden mit ein paar kleinen Blöcken, kaum Fische. eine kleine Plattform unter der Wasseroberfläche -wie andere Hotels das machen - wäre wünschenswert. Man könnte auch Sand aufschütten, alles möglich und gängige Praxis auf anderen Inseln. Ohne Badeschuhe sollte man dort nicht ins Wasser gehen. Warmes Wasser gibt es ausreichend, beide Duschen funktionieren sehr gut, die Außendusche ist sehr schön gestaltet, man wünschte, die dunklen Steinfliesen hätten mehr Verwendung gefunden. Das 2. Waschbecken war nicht befestigt, bei Regen überflutet die offene Dusche das Badezimmer, da braucht es bis zu 10 (!) Handtücher pro Tür (es gibt 2) um zu verhindern, dass Wasser ins Zimmer läuft. Eine simple Gummilippe könnte das Problem lösen, die fehlen aber konsequent überall. Im Sturm haben die Zimmer ziemlich gewackelt, da wird man Nachts schon mal wach, aber ist ist sicher systembedingt, sollte man aber wissen. by the Way Sturm: Fast alle Dächer haben Sturmschäden, die Dachreste liegen tagelang einfach herum, wenn man darum bittet wird es am eigenen Zimmer weggeräumt. Als die Treppe unserer Nachbarn kaputt ging (2 Stufen weg) wurde das erst nach 2 Tagen repariert. unsere wurde am selben Abend repariert, aber vielleicht auch nur, weil ich mehrfach nachgefragt habe, wann denn nun jemand kommt. Kein Kellnerservice im Zimmer, was mich zum AI Konzept bringt 6. ALL INCLUSIVE Das muss man alles nicht verstehen, auch das AI ist lieblos ohne Ende. Also: Kaffee ist inklusive (Lösliches Kaffeepulver (würg) mit heißem Wasser aufgegossen). Espresso (USD 4,50) und Cappuccino muss man extra bezahlen. Wir haben dann lieber Tee getrunken. Die Softdrinks bekommt man sonst alle, aber Cocktails teilweise nur in der Panorama Bar. In der Sundowner Bar bekommt man einen Mochito mit Limettensirup, Minzsirup und ohne Eis, will man einen echten muss man in die Panorama Bar. Die Pina Colada ist überall zu empfehlen. Die Minibar ist leer, weil die nicht Teil es AI Konzeptes ist (Was für ein Quatsch). Das Housekeeping sagte dann, ich solle doch in die Bar gehen und mir da was holen. Gesagt getan, ordere ich also ein paar Cola, Fanta, Wasser, etc. An der Bar bekomme ich eine Tüte, damit es einfacher ist, die Ladung zu transportieren. Der Barkeeper findet die Idee mit dem Kühlschrank auch doof. in der Hochsaison schleppen die Leute da kistenweise Getränke auf Ihre Zimmer, er hält das für Quatsch. Wir füllen uns also die Minibar jetzt selber einmal am Tag auf. Na klar, logisch im Premium Water Bungalow. Sowas geht garnicht. Es macht doch gar keinen Unterschied, außer, dass das Personal weniger machen muss. Beim Essen und in den Bars gibt es auch Bier vom Fass, das schmeckt alles wirklich gut. Keine Kritik notwendig. 7. EIN ECHT ÄRGERLICHER VORFALL Am Abreisetag endet das AI Konzept um 14.00 Uhr. Eigentlich muss man um 11.-00 Uhr das Zimmer räumen, wir hatten einen Late CheckOut um 14.00 Uhr. um 14.10 Uhr habe ich die restlichen Rechnungen bezahlt. Ursprünglich sollte unser Flugzeug um 14.15 Uhr kommen, dann um 15.15 Uhr, schließlich flogen wir um 16.35 Uhr. Wir mussten also 2,5 Stunden in der Lobby warten. gegen 14.15 Uhr - als klar war, dass der Flug verspätet ist - fragte ich in der lobby, ob wir ein paar Getränke nbekommen könnten. Die flapsige Antwort: "Nein". und jetzt kommt es: Das AI endet um 14.00 Uhr, sodass wir nichts mehr bekommen können. Also Du zahlst einen hohen 5-stelligen Betrag für 14 Tage Urlaub im vermeidlichen Paradies, aber wenn es 2,5 Stunden Verspätung gibt, gibt es nix zu trinken, weil das AI geendet hat. DAS, ist ein ECHTER SKANDAL. Ich bot an die Getränke zu zahlen, was nach ein- Zwei Telefonate dazu führte, dass ich mir selber an der Bar etwas holen durfte, USD 28 für 2 Cola und 1 Sprite und 1 gr. Flasche stilles Wasser. Um 14.50 Uhr wurde ich erinnert, das "The bill from the Bar is still open and upaid". Noch so eine Frechheit. Tatsächlich ist das der Hauptgrund, dass wir nie wieder einen Fuß auf diese Insel setzen werden. Das ist wirklich eine sehr peinliche Aktion vom Hotel. Wer dieses Geld braucht, aus angeblich bürokratischen Gründen, der hat Gastronomie und Hotelerie nicht verstanden. Hätten wir das gewusst, hätte ich um 13.50 Uhr einfach etwas aus der Bar geholt, das wäre kostenlos gewesen. Völlig unverständlich. Gäste werden hier definitiv nicht wertgeschätzt. 8. Last but not least - HAUSRIFF Es wird als eines der Besten gelobt, das ist keine verkehrte Aussage. Nachttauchen ist dort wirklich empfehlenswert. 9. FAZIT Viel zu teuer für diese Leistungen