Hotel der Extra-Klasse
Um einen möglichst umfassenden Eindruck von den Seychellen zu erhalten, buchten wir eine Woche auf einem kleinen Schiff, das jede Insel (Hauptinsel, La Digue, Praslin, Cousin, etc.) anlanden konnte, und im Anschluss eine Woche im Four Seasons auf Desroches Island. Desroches hat zwar keine der typischen Granitfelsen (aber die hatten wir zur Genüge), aber dafür umso vieles mehr.
Die Insel mit ihren 5km Länge positioniert sich ideal zwischen den kleinen Barfuß-Inseln der Malediven, die man zu Fuß umrunden kann, und großen Inseln wie Mauritius, über die man mit dem Auto fährt, um sie zu erkunden. Alles wirkt wie ein Hotel in einem Naturschutzpark (inkl. Gehege mit Landschildkröten).
Jede Villa bekommt eigene Fahrräder, damit lässt sich jede Strecke der Insel in 15-20 Minuten erreichen. Die Radwege sind eben und man fährt durch sehr schöne, schattige Kokospalmenwälder. Das macht Spaß (und ist natürlich auch aus sportlicher Sicht sinnvoll). Wer nicht radeln möchte, lässt sich mit dem Buggy herumfahren. Da an jedem Strand Handtücher, Sonnenschirme, Liegen und frisches Wasser vorrätig ist, reicht die Badekleidung im Fahrradkorb.
Die Insel liegt ideal im Meer, jede Seite liegt anders im Wind, so dass es von bewegter bis spiegelglatter See alles gibt. So auch die Strände: Dort wo mehr Bewegung ist, liegt auch mehr Seegras am Strand. Dort wo kein Lüftchen weht, sind die Strände komplett frei von Seegras und Korallenbruch. Lediglich ein paar Kokosnüsse können idylisch im Sand liegen.
Echte Highlights sind die beiden Strände: Aquarium und Reef End. Kleine, vom Hotel gepflegte Badebereiche (mit Kajaks, Surfbretter, Duschen, Toiletten) an endlos langen Stränden (schön zum Spazierengehen). Dort lohnt es sich die vom Hotel angebotene Schnorchelausrüstung zu nutzen. Das Wasser ist weit ins Meer sehr seicht und der Boden von Seegras bewachsen (weich, gefahrlos). Da sich die Meeresschildkröten davon ernähren, sind dort täglich eine Vielzahl an Schildkröten in Greifnähe zu beobachten. Gleiches betrifft verschieden (zahme) Rochen: Von den im Sand tümmelnden Rochen bis zu ganzen Gruppen von frei schwimmenden Rochen ist alles dabei. Wer etwas Geduld und eine Unterwasserkamera mitbringt, kommt voll auf seine Kosten.
Da das Four Seasons das einzige Hotel ist, wirkt es wie eine eigene Hotel-Insel und ist nirgends überlaufen.
Die Villen sind geräumig, die Einrichtung und Ausstattung schön und durchdacht. Die privaten Gärten mit Pool und Pavillon sind schön eingewachsen (Privatsphäre) und mit eigenem Zugang zum Strand. Der Zimmerservice ist top.
Die Restaurants sind alle sehr gut. Frühstück, Lunch, Dinner. So auch der Service, sehr freundlich und persönlich, die richtige Mischung aus Aufmerksamkeit und professioneller Distanz. Dies beginnt bei der Landung und geht non-stop bis zum Abschied.
Klar, dafür stehen auch die Preise, gerade in den Restaurants, zumindest für europäische Verhältnisse (vielleicht bis auf die Schweiz).
Alles in allem eine klare Empfehlung!